Automatischer Informationsaustausch

Automatischer Informationsaustausch

Automatischer Informationsaustausch mit der Türkei

ALLGEMEINES

Im Kampf gegen grenzüberschreitende Steuerhinterziehungen hat Deutschland neulich bekannt gegeben, dass auch die Türkei an dem Abkommen des automatischen Informationsaustausches zwischen den internationalen Steuerbehörden teilnehmen wird. Am 31. Dezember 2020 werden erstmalig Informationen zu Finanzkonten aus der Türkei an das deutsche Bundeszentralamt für Steuern übermittelt. Der Informationsaustausch in Deutschland hat im Jahre 2017 mit 50 Ländern begonnen. Aktuell sind es 100 Länder, die aktiv am Austausch teilnehmen, neulich auch die Türkei. Der Hauptgrund warum es überhaupt zu solch einem Abkommen kam, ist die erhebliche Steuerhinterziehung der in Deutschland ansässigen Personen.

FOLGENDE INFORMATIONEN WERDEN IM RAHMEN DES INFORMATIONSAUSTAUSCHES ÜBERMITTELT

  • Kontoinhaber
  • Kontosalden
  • Erträge aus Zinsen o.ä.
  • Dividenden und 
  • Veräußerungsgewinn

Wer ist überhaupt betroffen?

Banken- und Versicherungsinstitute in der Türkei sind dazu verpflichtet alle oben genannten Informationen an den zentralen Verwaltungsort in der Türkei zu übergeben. Dieses Verwaltungszentrum muss dann die Informationen an die deutsche Finanzverwaltung weitergeben. Dieser Informationsaustausch zwischen den Nationen erfolgt immer zum 30. September eines Folgejahres. Die Übermittlung der Informationen wurde dieses Jahr aufgrund der Corona-Pandemie bis zum 31. Dezember 2020 verlängert. Der Datenaustausch mit der Türkei ist lediglich nur für das Jahr 2019 geplant. Dennoch hat das Finanzamt im Zweifel das Recht, Einkünfte aus vorangegangenen Jahren zu schätzen.

Betroffen sind alle Personen (natürliche und juristische) mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in Deutschland, die Kapital- vermögen oder Versicherungen bei türkischen Finanzinstituten besitzen. Sollten betroffene alle Einkünfte in der Türkei bereits versteuert haben, brauchen diese nichts weiteres zu unter-nehmen. Ist dies nicht der Fall, müsste schnell gehandelt werden, denn andernfalls drohen den betroffenen Personen der Vorwurf einer Steuerhinterziehung. Dieser Akt ist in Deutschland eine Straftat mit schweren folgen. Die Konsequenzen sind z.B. Geld- oder Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren (Bei größeren Fällen sogar bis zu zehn Jahren). Sollte bis zum 21.12.2020 eine rechtzeitige Selbstanzeige erstattet werden , besteht die Möglichkeit, dass die Strafe entfällt.

Das könnte Sie auch interessieren:

Wir freuen uns auf Sie.

IHGP STEUER GmbH Steuerberatungsgesellschaft
Oranienstraße 155
10969 Berlin
T 030 611 01 86–0
F 030 611 01 86–28
E kanzlei@ihgp-steuer.de

Service-Zeiten
Montag           09:00 – 17:00
Dienstag         09:00 – 17:00
Mittwoch        Termine nach Vereinbarung
Donnerstag       09:00 – 17:00
Freitag            09:00 – 17:00
Termine nach Vereinbarung, auch außerhalb der Service-Zeiten

IHGP RECHT GmbH Rechtsanwaltsgesellschaft
Oranienstraße 155
10969 Berlin
T 030 611 01 86–20
F 030 611 01 86–29
E info@ra-hornberger.de

Service-Zeiten
Montag           09:00 – 17:00
Dienstag         09:00 – 17:00
Mittwoch        Termine nach Vereinbarung
Donnerstag       09:00 – 17:00
Freitag            09:00 – 17:00
Termine nach Vereinbarung, auch außerhalb der Service-Zeiten